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2. Woche: Orientieren

Aktualisiert: Feb 25

Es geht weiter

Ein Blick nach oben


von Andreas Kaufer-Moreth


Du siehst einen Sternenhimmel, der Dich überwältigt.

Mit einem Mal wird Dir klar, wie unendlich diese Weite ist. Da brauchst Du noch nicht mal sternenkundig zu sein. Alleine der Anblick, das Einatmen der Weite unseres Universums, bringt Dich mit unserer Schöpfung in Verbindung. Du erahnst: „Über mir, da gibt es noch mehr!“

Vielleicht tauchen in so einem Augenblick auch Fragen auf:

  • Wer bin ich und was macht mein Menschsein hier auf dieser Welt aus?

  • Was ist der Sinn des Lebens für mich?

  • Was ist meine Aufgabe?

  • Gibt es eine Bestimmung für mich?

  • Wie geht es in meinem Leben weiter?

  • Welche Ziele, Perspektiven habe ich?

Wenn Du Dein Leben als Lebensweg verstehst, liegen die Fragen nahe:

Woher weißt Du, wo es langgeht? Wer oder was gibt Dir Orientierung, ist Dir Wegweiser?


Denk mal an Menschen, die dein Leben begleitet und geprägt haben. Menschen, an denen Du Dich orientiert, ausgerichtet hast. Vielleicht fallen Dir auch Menschen ein, von denen Du Dich vielleicht wieder abgewendet und verabschiedet hast.


Die Fastenzeit kann für Dich zu einer Zeit der Orientierung werden.


Wir laden Dich ein, einmal innezuhalten.

Deinen Autopiloten auszuschalten,

einen Gang zurückzuschalten und

bewusst wahrzunehmen.


Neu orientieren.

Stehen bleiben,

Aus-Schau halten.


Lass Dich auf die folgenden Impulse für die erste Fastenwoche ein, nimm Dir Zeit zu lesen, zu meditieren, zur Ruhe zu kommen. Lass es wirken und geh in Resonanz mit Dir, mit Deinen Mitmenschen, mit Gott.


Wir wünschen Dir dazu ganz viel Freude.


Eine himmlische Botschaft für Dich: „Sieh doch zum Himmel hinauf und zähl die Sterne…“


Dies kannst Du hier nachlesen:

https://www.bibleserver.com/EU/1.Mose15



Am Fenster


von Christina Brudereck


Jeden Morgen öffnete sie das Fenster ihres Schlafzimmers.

Schob die beiden Holzläden zur Seite.

Beugte sich weit vor, um über den Giebel hinauszuschauen.

Sah zum Himmel. Dankte für das Wetter. Egal, welches.

Hängte die Decke und das Kopfkissen zum Lüften hinaus.

Blieb noch einen Moment, um zu beten.

Sie dankte, Verschickte Segensgrüße an ihre Lieben.

Und dachte an ihre Toten.

Überlegte dann, was sie mittags wohl kochen würde.

Und welcher Besuch heute anstünde.


Jeden Morgen lehnte sie so eine ganze Weile

auf dem daunenweichen Fensterbrett.

Jeden Morgen sah ihre Nachbarin sie.

Manchmal winkte sie kurz. Oder rief: "Elschen!"

Dann winkte die kurz zurück.

Ein Pläuschchen würden sie später halten.

Seit über sechzig Jahren wohnte sie in diesem Haus.

Und jeden Morgen hatte sie so begonnen.

Die wenigen Ausnahmen konnte sie an einer Hand abzählen

und dazu Geschichten von Geburt und Tod erzählen.


Jeden Morgen ging sie dann irgendwann die steile Treppe hinunter.

Im Küchenfenster stand immer eine Blume.

Im Winter ein Kiefernzweig oder eine Christrose.

Dann Tulpen, Pfingstrosen, später Sommerblumen.

Und neben der Blume eine Kerze.

Die wurde jeden Morgen angezündet.


Dann kochte sie sich eine große Tasse Kaffee.

Und hielt noch einmal inne,

setzte sich an den Küchentisch und las in ihrer Bibel.

Jeden Morgen. Seit über sechzig Jahren.


Eines Morgens blieb das Fenster geschlossen.

Das war ja so ungewöhnlich, dass ihre Nachbarin sofort zu ihrem Haus lief.

Sie fand den Schlüssel unter der Regentonne

und eilte die Treppe hinauf zum Schlafzimmer.

"Elschen! Du hast ja heute gar nicht zum Himmel gesehen!" sagte sie,

setzte sich auf die Bettkante und nahm die Hand ihrer alten Nachbarin in ihre.

"Heute werde ich noch ganz viel Himmel sehen", flüsterte die.

Die Nachbarin ging die Treppe hinunter.

Sie machte die Kerze im Fenster an.



Meditation


Mein Lebensweg


Nimm Dir Zeit und wähle Deinen eigenen geschützten Ort.

Hier kannst Du eine Weile ungestört sein.

Mache es Dir so gemütlich wie möglich.


Auch kannst Du den „Lebensweg“ vor dem Einschlafen hören.




Engelbegleiter der Woche


In jeder Woche gibt es einen Engel, der Dich begleitet.


Engel der Klarheit

Klarheit schaffen, Klartext reden, einen klaren Kopf bewahren, keinen klaren Gedanken fassen können.


Auf der Suche nach einer Lösung drehst du dich im Kreis. Wie schön wäre es jetzt, einfach mal das Gedankenkarussell abbremsen zu können, den Fuß auf den Boden stellen und aussteigen. Stopp!


Ich wünsche dir den Engel der Klarheit, der mit sanfter Hand dein Gedankenchaos ordnet, der dich auf deinem Weg führt und dir hilft, die für dich beste Entscheidung zu treffen.


Vielleicht gab es als Kind für dich einen Ort, an dem du dich sicher und geborgen fühltest, der dir Rückzug und Schutz gab.


Geh in Gedanken noch mal hin zu diesem Ort. Stelle dir vor, wie es sich anfühlt, in Sicherheit zu sein. Stelle dir vor, dass dein Problem bereits gelöst ist.


Welches Gefühl stellt sich ein? Erleichterung? Friede? Freiheit? Freude? Nimm dir Zeit und spüre genau hin. Was hat dir damals gutgetan? Was würde dir heute guttun? Was brauchst du noch dafür?


Dieser warme sichere Ort ist in dir, du kannst jederzeit dorthin zurückkehren und dir das Gefühl von Geborgenheit und Leichtigkeit wieder ins Bewusstsein rufen.


Affirmation

Ich sorge für gute Eingebungen und Ideen und schenke dir Klarheit bei wichtigen Entscheidungen.


Farbenergie:

Blau, Gelb

Weisheit, Klarheit

Online Tagesbegleiter ziehen

Es gibt die Möglichkeit, dass Du jeden Tag eine Engelkarte ziehen kannst.

Wenn Du auf den unteren Link klickst, findest Du täglich Deinen Tagesbegleiter:


Lebens-Kunst - HERZENGEL Tageskarte (www.connie-albers.de)



Soulfood-Kunst


Thema: Weite

Soulfood-Kunst geht in die zweite Woche mit dem Thema "Weite".


„Du stellst meine Füße auf weitem Raum.“ (Psalm 31,9)


Poste Dein/e Bild/er bei Instagram #soulfoodkunst oder schick uns eine E-Mail mit dem Bild / den Bildern an info@futterfürdieseele.de


Wir freuen uns darauf!



Soulfood-Klänge


Zum Gedenken

Der rassistische Terroranschlag in Hanau am 19.02.2020 hat unsere ganze Region vor einem Jahr für Tage in eine Schockstarre versetzt. Viele Menschen in Hanau haben eine Zeit der kollektiven Trauer und des Schmerzes erlebt. Die Solidaritätsveranstaltungen und eine einfühlsame Trauerfeier waren gute Trittsteine zur Verarbeitung dieses Schocks.


Noch immer gibt es viele ungeklärte Fragen. Wir solidarisieren uns am heutigen Jahrestages mit allen Opfern und mit allen Menschen, die um diese geliebten Menschen trauern.


Die Namen der jungen Menschen, deren Tod Menschen weit über Hanau hinaus bewegt:

Mögen diese wertvollen Menschen niemals vergessen gehen!


Blatt im Wind

von Mascha Kaléko


Gesang Annika Klar

Piano Stefan Seitz


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