• futterfürdieseele

Ostern: Halleluja!

Aufbruch ins Leben

 

Vertage nichts

von Giannina Wedde


Das Leben beginnt nicht erst,

wenn du zur vollen Blüte gekommen bist,

wenn du sonnige Tage und Glück gesammelt hast

und schöne Dinge, die nur dir gehören,

unter einem Dach, das dich schützt.


Es beginnt nicht erst,

wenn du gesund bist,

wenn du im Reinen mit dir bist

und deine Träume Wirklichkeit geworden sind,

wenn eine Antwort warm auf jeder Frage liegt

und eine freundliche Berührung auf deiner Wange.


Es beginnt nicht erst,

wenn du diese eine Wunde noch verschlossen,

deine Traurigkeit geheilt, den Zorn befriedet

und das Meer der Angst gegen bleibende Herzensruhe

eingetauscht hast, und auch nicht, wenn jemand kommt,

auf den du immer gewartet hast,

und der dir die gute Nachricht überbringt,

dass jedem Tag ein tiefer Sinn zugrunde liegt.


Das Leben ist längst da.

Es hat dich nie gefragt, ob du so weit bist.

Es hat anders als du nie an dir gezweifelt.

Aus jeder Vorläufigkeit hat es dich gegrüßt,

aus jeder Frage und auch aus der dunklen Mitte

der Traurigkeiten, und aus den Tagen,

die sich anfühlen wie verloren.


Das Leben hat dich aus jedem Kampf

und jeder Unfertigkeit angelächelt,

aus dem Zweifel und dem Nichmehrweiterwissen

und auch aus den gewöhnlichen Dingen,

die du viele Male übersehen hast.


Es hat dir Zeichen wie Blüten auf deine Wege gestreut,

damit du nicht vergisst, wie kostbar

jede Empfindung und jede Begegnung ist,

jedes Wagnis und jeder Aufbruch in dieser Welt,

die eine Werdende ist – wie du.


Vertage nichts.


Warte nicht auf einen fernen Tag,

nicht auf die Erlaubnis, lebendig zu sein.


Du selbst bist wanderndes, verletzbares,

widersprüchliches Leben.

Und jeder Atemzug erzählt davon.


Entnommen aus:

In winterweißer Stille, S. 182 © Vier-Türme GmbH, Verlag, 2021


 

Aufbruch ins Leben

von Bianca Weinert


In den letzten Wochen haben wir von Feuer und Asche gehört, haben uns dem Licht und auch der Dunkelheit gestellt, haben nach dem rettenden JA gesucht, haben uns von Enge befreit, uns ins Leben hinein geträumt, waren umzingelt von Leben und am Karfreitag war von Scheitern und Hoffnung zu lesen.


Es geht um Leben und Tod!


Und manchmal fühlt sich das in unserem Leben auch so an – wie ein Turbowaschgang spült uns das Leben durcheinander, bis wir ganz schwindelig nach dem Schleudern wie ein nasses Kleidungsstück im Garten hängen, um dann getrocknet von der Sonne - gereinigt und gestärkt neu ins Leben getragen zu werden. Im Video von Frida Gold wird das so wunderbar und mit groove beschrieben. Das Gefühl zu haben, irgendwo anders sein zu wollen, nicht bereit zu sein fürs Leben . Auch Giannina Wedde beschreibt das ganz wunderbar in ihrem Text „ Das Leben beginnt nicht erst, wenn du zur vollen Blüte gekommen bist. Es hat dich nie gefragt, ob du so weit bist.“ Das Leben ist einfach da, bricht an – ganz besonders heute am Ostersonntag-Morgen.

Denn für uns Christen geht es um Leben und Tod – JA- aber viel mehr geht es um:

Leben und Tod und das neu gewonnene Leben!


Das neue , verwandelte Leben, dass Jesus uns mit seiner Auferstehung schenkt. Und das jeden Tag aufs Neue, wenn wir uns darauf einlassen.

Auch wenn wir im Turbowaschgang durchgespült wurden, wenn wir gescheitert sind, wenn wir kraft-und ruhelos sind, beginnt das Leben immer wieder neu, wenn wir uns dem Leben, der Lebendigkeit und dem Hoffen Jesu öffnen, das er in uns steckt. Er vertraut auf mich, meine Fähigkeiten und Möglichkeiten und weiß um die Kraft der Liebe und der Kraft des Neubeginns. Auch wenn wir noch nicht zur Blüte gereift sind, wenn wir an uns zweifeln, wenn es sich verloren, suchend, verletzlich oder widersprüchlich anfühlt – geh mit deinen Leute raus und singe „Halleluja“, denn der Himmel reißt auf, die Engel singen und das Leben, der Neubeginn ist da.


Dann ist der Aufbruch ins Leben getan!


Dieses mutige Halleluja ins Leben wünschen wir allen Menschen ganz besonders in diesen Ostertagen. Mit Mut und voller Liebe, auch unfertig und unsicher ins Leben zu treten, sich der Verwandlung und Veränderung zu öffnen und sich von der Frühlingskraft der Natur anstecken zu lassen.


Denn die Natur lehrt uns in diesen Tagen:

Die Sonne das Wärmen – und damit die Menschlichkeit und das Mitgefühl in die Welt zu tragen, ganz verschwenderisch und jeden Tag neu.

Der Wind neuen Anstoss – neue Dinge auszuprobieren und Veränderung möglich zu machen.

Die Wolken die Leichtigkeit – leicht schwebend in die Höhe zu steigen und die Schwere hinter uns zu lassen, die Dinge, die uns vom Leben abhalten.

Der Regen das Verströmen – Regen ist das Leben, das vom Himmel fällt, ohne Wasser ist kein Leben möglich hier auf unserem blauen Planeten, lassen wir uns auf den Fluss des Lebens ein und geben davon reichlich weiter.

Der Mond die Veränderung – so wie der Mond sich ständig zunehmend und abnehmend zeigt, so ist auch Wandel möglich , im Austausch mit dem Anderen ab-und zugebend und auch Kompromisse eingehend.

Die Sterne die Gemeinschaft – es strahlt kein Stern allein am Himmel, wenn wir das Wunder des Nachthimmels betrachten, zeigt sich uns die Fülle der Gemeinschaft vieler Sterne, Veränderung und friedvolles Leben ist nur mit und in Gemeinschaft möglich.

Die wechselnden Jahreszeiten – sie lehren uns, dass das Leben immer wieder von Neuem beginnt, voller Neugierde, Kraft und Lebendigkeit und auch immer wieder mit Überraschungen.


Wir wünschen ein lebendiges, mutiges, vielleicht auch widersprüchliches , durchgespültes und gestärktes Osterfest. Und singen Halleluja!


 

Lied: "Halleluja"

von Frieda Gold



 

Halleluja!


Das Soulfood-Team wünscht Euch von ganzem Herzen frohe und gesegnete Ostern!



 

Bildbetrachtung: "Celebrity & Karma"

Bild von Susanne Weser. Zu finden bei Instagram unter @wavyweser


Da war was…

Aufbruch und Aufruhr

gestern und davor

Ausruhen und Ausatmen

vorbei und gewesen


Da ist was…

Aufstand und Fragen

heute und danach

Abstand und Erinnern

immer noch aktuell


Da wird wohl was gewesen sein…


von Maria Moreth




 

Bibeltext

Matthäus 28, 1-8


1 Nach dem Sabbat, beim Anbruch des ersten Tages der Woche, kamen Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.


2 Und siehe, es geschah ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.


3 Sein Aussehen war wie ein Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee.


4 Aus Furcht vor ihm erbebten die Wächter und waren wie tot.


5 Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten.


6 Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch den Ort an, wo er lag!


7 Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden und siehe, er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.


8 Sogleich verließen sie das Grab voll Furcht und großer Freude und sie eilten zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.


 

@Segen_leben


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Dort heißt unser Account @segen_leben.


Jeden Tag gibt es Stories über Gott und die Welt.



Wir freuen uns auf dich!


 

Unterstützung für die Ukraine


Der Krieg in der Ukraine macht uns weiterhin Angst und sprachlos.


Neben dem Gebet um Frieden, müssen wir auch tatkräftig die Menschen vor Ort und die Geflüchteten unterstützen.


Wir möchten aufmerksam machen auf:


Caritas International

Ukraine: Hilfe für die Leidtragenden des Kriegs (caritas-international.de)


Hessen hilft

Hessen hilft Ukraine | innen. hessen.de


 

Lied: "Für die Liebe"

von Berge


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