• futterfürdieseele

Pfingsten

Ein Lichtblick für jede:n

Versuche stets, ein Stückchen Himmel über Deinem Leben freizuhalten.

Marcel Proust



Lichtblick


von Connie Albers


„Versuche stets, ein Stückchen Himmel über deinem Leben freizuhalten …“


Nicht immer einfach und dennoch unendlich wichtig in einer Zeit, in der die negativen Ereignisse in der Welt die Tageszeitungen und Nachrichten füllen. Eine Zeit, die geprägt ist von Krisen, Gewalt, Terror und Armut wohin man schaut.


Eine Zeit, in der viele Menschen ausgebrannt und überfordert sind, weil sie jedem Einzelnen so viel abverlangt. Das kann den Blick trüben für die schönen Dinge im Leben, für das was wirklich wichtig ist, für Liebe, Freundschaft und Freude!


In dieser Zeit haben viele Menschen die Hoffnung auf ein normales Leben noch nicht aufgegeben. Sie halten Ausschau nach diesem Silberstreif am Horizont. Und weil es doch im Wesen des Menschen liegt, an das Gute zu glauben, sind viele bereit, so unglaublich viel auf sich zu nehmen und zu investieren, um ihren Beitrag zu leisten.


Ein Stückchen Himmel braucht es da für jeden und wohl dem, der dieses Stückchen Himmel im Alltag für sich noch erkennen kann oder der sich bewusst aufmacht, um sein persönliches Stück Himmel zu erfahren.


Ruhezeiten einplanen, aber auch Gespräche mit Freunden, Musik, Kreativität, Kraft schöpfen in der Natur, Besinnung, Meditation und Gebet lassen uns ein Stück vom Himmel erleben und tragen dazu bei, die Welt ein wenig heller zu machen.


Ein Stück vom Himmel können wir auch erfahren in der Begegnung mit Fremden. Sprachbarrieren lassen sich leichter überwinden, wenn wir „mit dem Herzen“ kommunizieren. Vorurteile können abgebaut werden, wo wir uns achtsam auf einander einlassen. Ein Blick auf fremde Kulturen kann durchaus bereichernd und ein „Lichtblick“ sein.


Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Es soll uns erinnern an das Wunder, als auch die Jünger Jesu in verschiedenen Sprachen miteinander redeten und sich dennoch verstanden, weil sie, erfüllt vom Heiligen Geist, ein Stück vom Himmel verspürt haben!


Bibeltext


Das Pfingstereignis kanns Du hier nachlesen:

Apostelgeschichte 2 | Einheitsübersetzung 2016 :: BibleServer

Unser Herz braucht Pippi


von Christina Brudereck




Danke!


Wir sagen DANKE für die Unterstützung von Christina Brudereck!


Es war uns ein Fest und wird es immer wieder sein.


Wer 2Flügel gerne einmal live sehen, hören und genießen möchte, hat dieses Jahr vermutlich wieder die Möglichkeit dazu. Es gibt neue Konzerttermine!


Einfach auf der Homepage www.2flügel.de gehen. Dort sind alle Termine zu finden.


Viel Freude dabei!


Wir warten nicht länger


von Lisa Kötter


Manchmal denke ich, die Kirche ist wie ein geliebter Partner, der sich in einer Beziehung zurückgezogen hat. Ein Partner, der seine wirkliche Stärke nicht mehr spürt und deshalb meint, alles bestimmen zu müssen. Jemand, der seine Zärtlichkeit verloren hat und launisch geworden ist. Einer, der sich bei Tisch nicht mal mehr über das gute Essen freut. Der nicht mit uns den Feudel schwingt und hilft, den Staub aus den Ritzen zu kehren. Ein Partner, der seine Kinder nicht mehr allzu oft anschaut, nichts Aufregendes mit ihnen unternehmen mag, sie immer die gleichen Wege führt. Einer, der ihre Neugier lästig und ihren Freiheitsdrang bedrohlich findet.


Wir lieben ihn immer noch, irgendwie.

Aber: Wir haben Liebeskummer.

Wir möchten mit ihm reden.

Aber er sagt: »Nicht in diesem Ton!«

Wir möchten Neues ausprobieren, mit ihm tanzen lernen.

Aber er sagt: »Das haben wir doch noch nie gemacht!«


Wir möchten mit ihm auf abenteuerlichen Wegen wandern gehen.

Aber er sagt: »Ich kenne die richtigen Wege.

Alle anderen führen in den Abgrund.«

Wir wollen die Fenster aufreißen. Aber er sagt: »Es zieht.« Wir schreiben ihm ein Gedicht.

Aber er sagt: »Interessiert mich nicht.« Wir möchten mit ihm beten.

Aber er sagt: »Du machst das falsch.«

Wir sind gebunden. Wir haben Kinder.

Wir haben ein Haus. Wir haben Verantwortung. verANTWORTung Er will keine Paartherapie.


Dann fangen wir alleine an.

Aufräumen. Neue Wege. Tanzen. Nachdenken.

Vielleicht schaut er ja zu. Vielleicht wiegt er sich schon ein bisschen zur Musik.

Vielleicht wird er neugierig. Vielleicht betört ihn die Poesie.

Vielleicht bekommt er ein zärtliches Gefühl.

Wir fangen einfach an.


Komm doch mit, Geliebter. Oder hinterher.

Bleib nicht auf deinem alten Sessel sitzen.

Der Bezug ist schon ganz dünn geworden.

Wir lassen ihn neu beziehen, aufpolstern.

Dann sitzt du höher, aufrechter, nicht so eingesunken. Ist auch besser für dein Rückgrat.

Komm, wir machen die Fenster auf. Die Sonne scheint. Morgen tapezieren wir. Alles wird neu!


Diese Zwischenwand im Wohnzimmer, die kann doch weg! – Dann wird hier alles weiter, großzügiger. Und wir kochen ein gutes Essen, zusammen mit den Kindern. Nach dem Rezept von meiner Mutter, aber mit diesem neuen Gewürz. Oh ja! – Dann machen wir die Türen auf! Die Nachbarn sind doch eigentlich nett! Wir laden sie ein. Weißt du was, den Zaun im Garten, den sollten wir auch abreißen. Dann können die Kinder der beiden Familien viel besser zusammen spielen. Und wir sitzen zusammen im großen Garten mit den Nachbarn und lernen sie endlich mal besser kennen.


Komm, steh auf, Geliebter. Komm doch! Komm, wir fangen an. Keine Angst!


Engelbegleiter der Woche


Engel des Lichtblicks

Dein Anblick

Gewährt Einblick in dein Inneres und

Ausblick auf das Später.

Bist Lichtblick an dunklen Tagen

Sanft wärmend dein Seelenblick

Wo Zweifel mir den

Blick trübt

Behältst du in jedem Augenblick

Den Durchblick

Im Rückblick wird mir klar

Blicklose Zeiten

Gab es nie!



Online Tagesbegleiter ziehen


Es gibt die Möglichkeit, dass Du jeden Tag eine Engelkarte ziehen kannst.

Wenn Du auf den unteren Link klickst, findest Du täglich Deinen Tagesbegleiter:


Lebens-Kunst - HERZENGEL Tageskarte (www.connie-albers.de)


Pfingsten 2021 Aufbruch wagen


Gedanken von Bianca Weinert


Wie so viele habe auch ich im vergangenen Jahr meinen Glauben in Frage gestellt und neu erlebt:

  • Was trägt mich in meinem Glauben?

  • Was brauche ich, um diesen zu feiern, in der Gemeinschaft zu teilen?

  • In welche Richtung entwickelt sie die Institution Kirche?

  • Was braucht es in diesen herausfordernden Zeiten, wo so viele Halt gebende Rituale und Abläufe nicht mehr stattfinden durften und dürfen?

  • Wie gehen wir mit Einsamkeit, Krise, Angst und Tod um?

  • Was haben wir für spannend Neues ausprobiert und entdeckt? Was gibt es noch zu entdecken?


Viele Initiativen und Aktionen von Gläubigen, machen mir Mut und stehen der Veränderung und der Zukunft offen gegenüber, ohne die Tradition und die Tiefe des Glaubens zu vernachlässigen

Das Donnerstagsgebet der Benediktinerinnen aus dem Kloster Fahr habe ich liebgewonnen und mit diesem Gebet verbinde ich mich wöchentlich mit vielen Mitbeter:innen. Ich möchte es hier mit Euch teilen:


«Schritt für Schritt»

Gott, du unser Vater und unsere Mutter, wir alle wissen, wie es um unsere Kirche steht. Unrecht geschah und geschieht, Macht wurde und wird missbraucht. «Bei euch aber soll es nicht so sein», sagt Jesus. Wir bitten dich um dein Erbarmen.


Kyrie eleison


Frauen und Männer sind durch die eine Taufe gleich- und vollwertige Mitglieder der Kirche. Im Miteinander in allen Diensten und Ämtern können sie zu einer Kirche beitragen, die erneuert in die Zukunft geht. Wir bitten dich um Kraft und Zuversicht.


Kyrie eleison


Menschen kommen mit ihrer Sehnsucht nach Frieden, nach Gemeinschaft, nach Beziehung zu Gott und zueinander. Eine glaubwürdige Kirche ist offen für Menschen gleich welcher Herkunft, welcher Nationalität, welcher sexuellen Orientierung. Sie ist da für Menschen, deren Lebensentwurf augenscheinlich gescheitert ist, und nimmt sie an mit ihren Brüchen und Umwegen. Sie wertet und verurteilt nicht, sondern vertraut darauf, dass die Geistkraft auch dort wirkt, wo es nach menschlichem Ermessen unmöglich ist. Wir bitten dich um Kraft und Zuversicht.


Kyrie eleison


In dieser Zeit, in der Angst und Enge lähmen und die Zukunft düster erscheint, braucht es großes Vertrauen, um mit Zuversicht nach vorn zu schauen. Es braucht Vertrauen, dass durch neue Wege und einschneidende Veränderungen mehr Gutes geschaffen wird als durch Verharren im Ist-Zustand. Wir bitten dich um Kraft und Zuversicht.


Kyrie eleison


Gott, Du unsere Mutter und unser Vater, im Vertrauen darauf, dass Du mit uns auf dem Weg bist, gehen wir weiter mit und in der Kirche; in der Tradition all der Frauen und Männer, die vor uns aus dem Feuer der Geistkraft gelebt und gehandelt haben, die vor uns und für uns geglaubt und gelebt haben. Die heilige Scholastika vertraute auf die Kraft des Gebets. In ihrem Sinne wollen wir Schritt für Schritt vorwärtsgehen, beten und handeln, wie sie es getan hat: «Geht, Schwestern und Brüder, wie Ihr könnt!» Behüte uns. Sei mit uns alle Tage bis zum Ende der Welt. Darum bitten wir jetzt und in Ewigkeit. Amen.


Möge uns die Heilige Geistkraft Lebens- und Glaubensfreude erhalten. Das wünsche ich mir für mich, meine Familie und besonders für unsere Gemeinschaften, damit wir immer wieder im Glauben aufbrechen können.


Zum Abschluss noch ein Gebet in Anlehnung an Christina Bruderecks Gebet aus ihrem wunderbaren Buch »Die Teetrinkerin« für unseren weiteren Weg:


Gott.

Mein Herz ist offen.

Ich lasse mich leiten.

Durch meine Gedanken.

Meine Intuition.

Meine Sehnsucht.

Meine Begegnungen.

Durch Deine lebendige Geistkraft.

Mein Herz ist offen.



Soulfood-Klänge


Am Montag den 10. Mai fand eine bundesweite Gottesdienstaktion zum Thema »Segnung« statt. Viele Gemeinden und Institutionen haben damit friedlich und positiv Farbe bekannt:

zu den Farben des Regenbogens und zu der großen Vielfalt von menschlichem Leben.


Das Musikzentrum St. Gabriel beteiligte sich mit einem »SonderEinSatz für SegensReich« an dieser Aktion.



Geplant und Gelesen:

Angela Gessner, Martina Eckrich, Hildegard Kuhn, Martin Eckrich, Thomas Gabriel, Sebastian Kuhn


Musik:

Thomas Gabriel, Sebastian Kuhn


Tontechnik, Schnitt und Kamera:

Sebastian Kuhn

163 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

8. Woche: Feiern